Mit der Rolle

Projekt Schwalbe
KR 51/1

Nunja, bekanntlich bietet sich das Wetter über die Wintermonate ja nicht zum Fahren an. Was also
tun in dieser Zeit? Zum Glück bieten die Simson-Karren ja reichlich Potenzial zum Schrauben,
Überholen sowie Austauschen jeglicher Ersatz.- und Verschleißteile. Dummerweise ist auch hier
das Potenzial irgendwann ausgeschöpft, vor allem wenn erst einmal alles funktionstüchtig ist.
Hmm…..
…..Kleinanzeigen wäre nicht schlecht…..
Gesagt getan konnten wir schnell ein passendes Angebot ausfindig machen und uns eine
saharagelbe KR 51/1 organisieren. Preis und Entfernung passte auch, also nichts wie los die Kiste
abholen.


Bevor es jedoch mit der Restauration so richtig losging, mussten wie immer ein paar bürokratische
Dinge erledigt werden. Papiere neu beantragen, nötige Ersatzteile besorgen, Farbe auswählen etc.
Gesagt getan ging es an die Arbeit. Vorab widmeten wir uns dem Auseinanderbau der Schwalbe,
dem Zustand der Anbauteile sowie dem Motor.

Nachdem das Erste erledigt war, ging es dem Blechkleid, Rahmen sowie den Anbauteilen an den
Kragen. Den alten Lack haben wir per Hand abgeschmirgelt und alle Roststellen entfernt. Nach
besten Wissen und Gewissen wurde alles mit Rostschutzgrund grundiert, der Rahmen beige sowie
die übrigen Teile schwarz lackiert und mit Klarlack versiegelt. Das Blechkleid selbst sollte in einem
kräftigen weinrot erstrahlen.

Die Idee dabei, die Lackierung sollte mit der Rolle erfolgen. Wo der eine die Hände über den Kopf
schlägt, muss ich sagen klappte es bis auf anfängliche Schwierigkeiten hervorragend. Dennoch sehr
zeitaufwändig, da der Lack erst nach dem 4 Anstrich richtig deckte und zwischen jeder neuen
Lackschicht erst einmal aushärten musste.

Sicher ist die Lackierung nicht wie vom Profi aber dennoch sehr zufriedenstellend. Orangen
ähnliche Oberflächenstruktur, deckend und ohne Läufer. Da wir auf einen 1K Lack zurückgegriffen
hatten erfolgte die selbe Prozedur erneut mit Klarlack.
Beim endgültigen Zusammenbau wurde noch das ein oder andere Teil durch ein neues ersetzt.
Vergaser, Auspuff, Mäntel, Griffe, Zündanlage, Sitzbank, Kette, Kettenschläuche, Kleinteile usw.Insgesamt ein spannendes Projekt, welches zwar mit viel Zeitaufwand und Arbeit verbunden war,
uns aber eine Erfahrung reicher werden ließ.